Unsere Weine wachsen auf Muschelkalkböden im Saale-Unstrut-Gebiet in Jena, Deutschland. Dieses Terroir verleiht den Weinen eine besondere Mineralität, Frische und Eleganz. Durch die kühlen Nächte und sonnigen Tage der Region entwickeln die Trauben ein ausgewogenes Aromenspiel.
Wir setzen auf ökologischen Anbau und pflanzen ausschließlich Rebsorten, die eine natürliche Widerstandskraft gegen die häufigsten Weinbaukrankheiten wie Peronospora, Oidium und Botrytis besitzen. Das bedeutet: weniger Pflanzenschutzmittel, mehr Natur, mehr Geschmack.
Jede unserer Rebsorten hat ein unverwechselbares Aromenprofil und bietet charaktervolle Weine mit hohem Wiedererkennungswert.
Unsere Rebsorten im Überblick:






Cabernet Blanc – Exotisch & Würzig
Weißwein – Die Evolution des Aromas
Dieser Wein ist ein Erlebnis für die Nase und erinnert stilistisch an einen ausdrucksstarken Sauvignon Blanc. Er bringt frische Noten von Stachelbeere, grünem Paprika, Zitrusfrüchten und oft einen Hauch exotischer Maracuja ins Glas. Eine pilzwiderstandsfähige Neuzüchtung von Valentin Blattner aus dem Jahr 1991.
Passt perfekt zu: Asiatischen Gerichten (leicht scharf), Ziegenkäse-Salat, gegrilltem Gemüse, Fisch oder klassisch zum Spargel.
Trinktemperatur: Gut gekühlt bei 8–10 °C.
Lagerpotenzial: Er macht jung am meisten Spaß, hält sich aber bei guter Lagerung problemlos 3–5 Jahre frisch.

Johanniter – Frisch & Harmonisch
Weißwein – Der rassige Klassiker
Wenn Sie die Frische eines Rieslings mögen, ist der Johanniter Ihre Wahl. Er duftet nach Zitrus, Apfel, Melone und Quitte, wirkt am Gaumen rassig und besitzt oft eine feine Mineralität. Eine bewährte, robuste Züchtung des Freiburger Weinbauinstituts (gekreuzt 1968), die mittlerweile als Klassiker unter den PIWIs gilt.
Passt perfekt zu: Einer Thüringer Brotzeit, leichten Fischgerichten, Geflügel, hellem Fleisch oder als erfrischender Sommerwein auf der Terrasse.
Trinktemperatur: 8–10 °C.
Lagerpotenzial: Frisch am besten, aber auch 4–6 Jahre lagerfähig, wobei er mit der Zeit oft weicher wird.

Muscaris – Intensiv & Exotisch
Weißwein – Der aromatische Verführer
Eine aromatische Kreuzung aus Muskateller und Solaris mit intensivem Muskataroma und tropischen Fruchtanklängen. Am Gaumen frisch und lebendig mit dezenten Rauchnoten – ein Wein, der Neugierde weckt.
Passt perfekt zu: Würzigen Gerichten, asiatischer Küche, kräftigem Käse oder solo als eleganter Aperitif.
Trinktemperatur: 8–10 °C.
Lagerpotenzial: 3–5 Jahre, wobei die Aromen jung am intensivsten sind.

Cabertin – Tief & Würzig
Rotwein – Der würzige Charakterkopf
Wer kräftige Rotweine mit internationalem Flair mag, wird den Cabertin schätzen. Er bringt eine tiefdunkle Farbe, intensive Noten von Cassis, Paprika, Mokka und dunkler Schokolade sowie ein kräftiges Tanningerüst mit. Ein Geschwister des Pinotin und Cabernet Blanc aus derselben Blattner-Züchtung – aber mit der würzigen Stilistik eines Cabernet.
Passt perfekt zu: Dunklem Fleisch, Wildgerichten aus heimischen Wäldern, gegrilltem Fleisch, Lamm oder würzigem Hartkäse.
Trinktemperatur: 16–18 °C.
Unser Tipp: Öffnen Sie die Flasche gerne eine Stunde vor dem Genuss (Atmen lassen), damit er sich voll entfalten kann.
Lagerpotenzial: Dank seiner Struktur sehr lagerfähig – er bereitet über 5–8 Jahre und länger Freude.

Pinotin – Fruchtig & Tiefgründig
Rotwein – Die burgundische Seele
Rubinrot im Glas, erinnert er geschmacklich an einen klassischen Spätburgunder (Pinot Noir). Er überzeugt mit weichen Tanninen und dichten Aromen von Waldfrüchten, schwarzen Kirschen und Waldbeeren. Eine komplexe Züchtung von Valentin Blattner (1991) – stilistisch dem Spätburgunder nachempfunden, aber mit robuster PIWI-Genetik.
Passt perfekt zu: Pasta-Gerichten, Pilzrisotto, mildem Käse, Wildgerichten oder einfach solo für einen entspannten Abend am Kamin.
Trinktemperatur: Leicht gekühlt bei 14–16 °C kommen die Fruchtaromen am besten zur Geltung.
Lagerpotenzial: Genussreif ab Füllung, entwickelt er sich über 6–10 Jahre wunderbar weiter.
Überraschende Komplexität die begeistert
Die hohe Komplexität, die bei diesen Rebsorten zu finden ist, sorgt für eine hohe Wiedererkennung. Verbraucher suchen oft Weine, die sie überraschen und begeistern.
Diese Aromenprofile fördern die Neugierde und schaffen ein einzigartiges Erlebnis, das das Verständnis und die Wertschätzung des Weins vertieft. Die neuen Rebsorten erweisen sich als wertvolle Ergänzung im Weinmarkt und tragen dazu bei, eine breite Palette von Geschmackserlebnissen zu bieten, die sich über unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben erstrecken.
So genießen Sie unsere Weine am besten
Wein ist ein Naturprodukt und lebt in der Flasche weiter. Hier sind ein paar einfache Tipps, wie Sie das Beste aus unseren Zukunftsweinen herausholen:
1. Die richtige Lagerung
Unsere Weine mögen es dunkel, kühl und ruhig. Ein Kellerabteil mit Temperaturen zwischen 10 °C und 14 °C ist ideal. Wichtiger als die exakte Temperatur ist jedoch, dass diese nicht ständig stark schwankt (z.B. nicht direkt neben der Heizung lagern). Wenn Sie Weine länger als ein Jahr aufheben möchten, lagern Sie die Flaschen bitte liegend, damit der Korken feucht bleibt.
2. Das richtige Glas
Für unsere Weißen (Johanniter, Cabernet Blanc & Muscaris): Nutzen Sie ein mittelgroßes Weißweinglas, das sich nach oben hin leicht verjüngt. So bündeln sich die frischen Fruchtaromen optimal für Ihre Nase.
Für unsere Roten (Pinotin & Cabertin): Gönnen Sie ihnen ein bauchigeres Glas. Die größere Oberfläche erlaubt dem Wein, mit Sauerstoff zu reagieren – das macht ihn weicher und zugänglicher.
Herkunft erleben: Der Jenaer Kernberg
Unsere Reben stehen auf dem historischen Muschelkalk direkt unterhalb des Kernbergs.
Dieser Boden ist unser größter Schatz. Der Kalkstein speichert die Wärme der Jenaer Sonnenstunden und gibt sie nachts an die Reben ab. Gleichzeitig müssen die Wurzeln tief in den felsigen Untergrund dringen. Das verleiht unseren Weinen ihre unverwechselbare Mineralität und Struktur.
Das Geschmacksprofil: Vielfältige Aromen der neuen Rebsorten
Die Vielfalt der neuen Rebsorten hat nicht nur die Landschaft des Weinmarktes verändert, sondern auch die Art und Weise, wie Konsumenten Weine erleben und wahrnehmen. Jede Rebsorte bringt ein einzigartiges Geschmacks- und Aromaprofil mit sich, das in der Weinproduktion zur Geltung kommt. Der Anbauort, das Mikro-Klima und die Weinbereitungstechniken sind entscheidende Faktoren, die das Geschmacksprofil jeder Rebsorte prägen. Unterschiede im Terroir können zu unerwarteten Aromen führen, was sich erheblich auf den Charakter des Weines auswirkt.
Ein markantes Merkmal vieler moderner Rebsorten ist ihre Fähigkeit, komplexe Aromen zu entwickeln, die über die traditionellen Geschmäcker hinausgehen. Beispielsweise können neu gezüchtete Sorten Noten von tropischen Früchten, floralen Akzenten oder sogar würzigen Nuancen besitzen, die in älteren Rebsorten möglicherweise weniger ausgeprägt sind. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass Weine nicht nur vielfältig im Geschmack sind, sondern auch ein engagiertes Publikum anziehen. Verbraucher suchen immer häufiger nach neuen Geschmackserlebnissen und sind offen für innovative Weine, die nicht nur klassisch, sondern auch experimentell sind.
Die neuen Rebsorten im Detail
Die Faszination neuer Rebsorten wird durch innovative Züchtungsansätze stetig gefördert. Unter den vielversprechendsten neuen Hybriden befinden sich Cabernet Blanc, Cabertin, Johanniter, Pinotin und Muscaris. Diese Sorten zeichnen sich durch Widerstandsfähigkeit, interessante Geschmacksprofile und das Potenzial für qualitativ hochwertige Weine aus, die in der modernen Weinwirtschaft immer mehr Beachtung finden.
Cabernet Blanc ist eine pilzwiderstandsfähige Neuzüchtung von Valentin Blattner aus dem Jahr 1991. Genetisch handelt es sich um eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Regent. Diese Traube ist bekannt für ihre Frische und Aromen von grünen Äpfeln, Zitrusfrüchten, Maracuja und floralen Noten. Ihre hervorragende Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten macht sie zu einer ersten Wahl für Winzer, die nachhaltigen Weinbau praktizieren möchten.
Cabertin ist ein genetisches Geschwister des Cabernet Blanc – ebenfalls eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Regent (Blattner, 1991). Diese Traube besitzt eine volle Struktur und wird oft für ihre tiefen Aromen von dunklen Beeren, Cassis, Gewürzen und einer eleganten Tanninstruktur geschätzt. Cabertin zeigt ein hohes Potenzial für Cuvées und ist besonders gut für die Herstellung kräftiger Rotweine geeignet.
Johanniter ist ein bewährter Klassiker unter den pilzwiderstandsfähigen Sorten. Die Kreuzung erfolgte bereits 1968 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg aus Riesling, Seyve Villard, Ruländer und Gutedel. Er zeichnet sich durch hohe Resistenz gegen Krankheiten und Frost aus. Diese Weißweinsorte hat sich einen Namen gemacht durch ihre Aromen, die an Zitrus, Apfel, Melone und eine sanfte mineralische Note erinnern. Johanniter hat sich aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit in verschiedenen Anbaugebieten bewährt.
Pinotin stammt ebenfalls aus Valentin Blattners Kreuzung von Cabernet Sauvignon und Regent (1991) und ist damit ein weiteres genetisches Geschwister von Cabernet Blanc und Cabertin. Stilistisch erinnert er jedoch stark an einen Spätburgunder (Pinot Noir) – daher der Name. Er bringt fruchtige Aromen von Waldbeeren und Kirschen hervor, mit weichen Tanninen und eleganter Struktur. Diese Sorte eignet sich sowohl für die Herstellung von Rotweinen als auch für Roséweine.
Muscaris ist eine aromatische Kreuzung aus Muskateller und Solaris. Diese Rebsorte wird für ihre intensiven Muskat-Aromen geschätzt, die an Trauben und exotische Früchte erinnern. Muscaris hat das Potenzial, frische, florale Weine mit ausgeprägter Fruchtigkeit zu produzieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese neuen Rebsorten nicht nur durch ihre Widerstandsfähigkeit auffallen, sondern auch mit vielfältigen Aromen aufwarten. Besonders bemerkenswert: Cabernet Blanc, Cabertin und Pinotin sind genetische Geschwister aus derselben Kreuzung – und bringen dennoch völlig unterschiedliche Weinstile hervor.
Fazit: Perspektiven für Winzer und Weinliebhaber
Die Entdeckung neuer Rebsorten markiert einen signifikanten Fortschritt im Weinbau, der sowohl für Winzer als auch für Weinliebhaber zahlreiche Möglichkeiten eröffnet. Die Kombination aus Widerstandsfähigkeit und aromatischem Potenzial dieser neuen Sorten stellt einen erheblichen Vorteil für die Weinproduktion dar. Winzer können nun auf Sorten zurückgreifen, die besser an klimatische Veränderungen angepasst sind und weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Diese Eigenschaften fördern nicht nur eine nachhaltige Landwirtschaft, sondern sie tragen auch zur Werthaltigkeit von Weinbaugebieten bei, die traditionell mit Herausforderungen konfrontiert sind.
Ein weiteres zentrales Element ist die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach Weinen, die auf natürliche und nachhaltige Weise produziert werden. Die neuen Rebsorten bieten die Möglichkeit, Weine zu kreieren, die im Einklang mit dem Umweltbewusstsein der heutigen Konsumenten stehen. Die Aromenvielfalt und die ausgeprägte Qualität dieser Weine könnten den Geschmack der Verbraucher ansprechen und somit eine neue Ära des Weingenusses einleiten.
Die Integration dieser Rebsorten eröffnet nicht nur ein neues Kapitel für die Weinproduktion, sondern gibt Winzern auch die Chance, innovative Ansätze zu verfolgen und den sich ändernden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Die Kombination von Tradition und Innovation ist entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In den kommenden Jahren dürften wir eine Zunahme an Experimenten und neuen Kreationen erleben, die sowohl die Vielfalt des Angebots erhöhen als auch das Interesse an Wein fördern werden.
Angesichts dieser Entwicklungen kann man festhalten, dass die Zukunft des Weinbaus überaus vielversprechend ist. Winzer und Verbraucher stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, in dem Resistenz und Aromenreichtum Hand in Hand gehen, um die dynamischen Anforderungen der Weinwelt zu erfüllen.
Bonus: Das gute Gewissen
Zusätzlich zur Verbesserung der Weinqualität und zur Reduzierung des Einsatzes von Chemikalien tragen widerstandsfähige Rebsorten auch zur Einhaltung europäischer ökologischer Standards bei. Diese Standards sind darauf ausgelegt, die Umwelt zu schützen und nachhaltige Anbaumethoden zu fördern. Durch die Implementierung dieser neuen Rebsorten können Winzer nicht nur ihre ökonomischen Ziele erreichen, sondern auch aktiv zur Erhaltung der Biodiversität und zum Schutz des Ökosystems beitragen. Die Entdeckung neuer Rebsorten ist somit eine zukunftsweisende Entwicklung im Weinbau, die zahlreiche Vorteile für die gesamte Branche mit sich bringt.

